Mit Autokorso und Kundgebung hat sich die Diakonie Württemberg kräftig zu Wort gemeldet. Beim mehr als 200 Fahrzeuge umfassenden Fahrzeugkorso durch Stuttgart waren auch Beschäftigte aus dem Pflegedienst der Diakonie- und Sozialstation Ludwigsburg dabei.
Grund des Protests war der vorgelegte Referentenentwurf zum Pflegeneuordnungsgesetz (PNOG). Dieser sieht starke Leistungseinschränkungen und das Aussetzen der Tariftreueregelung vor. Dies stärkt nach Ansicht der Diakonie weder die Versorgungssicherheit noch verbessert es die Arbeitsbedingungen in der Pflege nachhaltig. „Wir alle, die wir hier sind, sorgen uns um die Zukunft unserer sozialen Infrastruktur“, betonte Kornelius Knapp, Vorstand Sozialpolitik der Diakonie Württemberg, bei der Kundgebung am Rotebühlplatz in Stuttgart.
„Wir senden unser kräftiges, lautes Signal an die Bundespolitik“, sagte Knapp und fuhr fort. „nicht am Menschen sparen! Nicht an den Patienten, nicht an den Angehörigen und nicht an den Pflegekräften!“
Mit der Aktion, die auch die Liga der freien Wohlfahrtspflege, der Landespflegerat und der Landesseniorenrat unterstützten und an der weitere Verbände teilnehmen, warnen die Teilnehmenden vor höheren Kosten für Betroffene und Einbrüchen bei der pflegerischen Versorgung, auch in der stationären Pflege.


