Angehörige von Menschen mit Demenz verlieren ihre Liebsten meist langsam. In Ludwigsburg finden sie einen Ort, um darüber zu sprechen. Die Diplom-Pflegewirtin und Krankenschwester Sibylle Berg leitet die monatlich stattfindende Alzheimer Angehörigengruppe. „Mir ist es ein Anliegen, dass man ungeniert über Demenz spricht und die Teilnehmer sich hier die Probleme von der Seele reden können“, sagt sie. Hier könne man sich unter Gleichgesinnten austauschen und Gehör finden, sagt sie. Auch die Weitergabe von Expertenwissen sei wichtig: „Die Teilnehmer empfehlen sich beispielsweise Tagespflege-Einrichtungen oder GPS-Tracker für weglaufgefährdete Angehörige mit Demenz.“
Bei ihrem letzten Treffen war der Ärztliche Direktor der Klinik für Neurologie der RKH Ludwigsburg, Professor Dr. Christian Förch in der Angehörigengruppe dabei. Er informierte über die frühen Anzeichen der Erkrankung und diagnostische Möglichkeiten. Für die zahlreichen Teilnehmerfragen des Vortragsabends im Seminarraum der Pflegestation Stadtmitte nahm er sich viel Zeit.
In Deutschland leben rund 1,8 Millionen Menschen mit einer Demenz. Alzheimer ist dabei die am weitesten verbreitete Form. Infos zur Alzheimer Angehörigengruppe gibt es bei der Diakonie- und Sozialstation Ludwigsburg, Tel. 07141 2588 750.


