Nicht zu Lasten der Klienten

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Die Diakonie- und Sozialstationen des Landkreises Ludwigsburg befürchten durch das geplante Pflegeneuordnungsgesetz erhebliche Nachteile in der pflegerischen Versorgung. Bei einem Informationsgespräch mit dem Bundestagsabgeordneten des Wahlkreises Neckar-Zaber, Fabian Gramling, äußerten mehrere Geschäftsführer ihre Besorgnis. Die vorgesehenen Einsparungen gingen allein zu Lasten der Klienten, deren Angehörigen, den Arbeitskräften sowie den gemeinnützigen Trägern.

Der Geschäftsführer der Diakonie- und Sozialstation Ludwigsburg, Thomas Schickle, verwies auf die befristete Aussetzung der Tariftreueregelung bis 2029:„Das bringt unsere Dienste und Einrichtungen in eine finanzielle Schieflage, Personalkosten werden schlichtweg nicht mehr refinanziert. Die Regelung zur Tarifanerkennung sei unabdingbar.

Der Geschäftsführer der Sozialstation Sachsenheim Lothar Kämmle, befürchtet durch den vorgesehenen, ersatzlosen Wegfall der sogenannten Entlastungsleistungen und der Verhinderungspflege für die Sozialstationen massive Umsatzeinbußen und die Bedrohung zahlreicher Arbeitsplätze.

Felix Bollacher, Geschäftsführer der Diakoniestation Bottwartal warnte davor, die von den Pflegekassen delegierte Aufgabe der Pflegeberatungen den Diakonie- und Sozialstationen zu entziehen. Im Landkreis Ludwigsburg beträfe dies mehr als 25.000 Beratungsbesuche bei Pflegebedürftigen pro Jahr. „Die Diakonie- und Sozialstationen haben dafür die Kompetenz und Beratungsqualität aufgebaut“.

Bei dem Gespräch in den Geschäftsräumen der Sozialstation Sachsenheim sagte Fabian Gramling zu, die Bedenken und Anregungen in die Verhandlungen der kommenden Wochen einzubringen.

Mit dabei (Bild v.l.): Thomas Schickle, Fabian Gramling MdB, Lothar Kämmle, Corinna Häring (PDL Sachsenheim), Felix Bollacher

 

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