Vom Umfang der geleisteten Dienste überrascht

Veröffentlicht am 25.07.2007
in Redaktioneller Eintrag

Veröffentlicht am 25.07.2007

Vom Umfang der geleisteten Dienste überrascht

Ludwigsburgs Erster Bürgermeister Konrad Seigfried informiert sich über Pflege und Familienhilfe

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Bild: Erster Bürgermeister Konrad Seigfried informiert sich über die häusliche Pflege

Der Erste Bürgermeister der Stadt Ludwigsburg, Konrad Seigfried, weilte am 16.7.07 zu einem Informationsbesuch bei der Diakonie- und Sozialstation Ludwigsburg. Seigfried, in dessen Dezernat die Zuständigkeit für Bildung, Sport und Soziales fällt, informierte sich gemeinsam mit dem Leiter des Fachbereichs Bürgerschaftliches Engagement, Volker Henning, in der Pflegestation Stadtmitte.
Geschäftsführer Siegfried Schmid gab einen Kurzüberblick über die Gesamteinrichtung, die in ihrer bestehenden Form als gemeinnützige Gesellschaft erst seit 8 Jahren existiert, aber eine über 130-jährige Tradition der diakonischen Pflege in Ludwigsburg weiterführt. 7 ehemals selbstständige Krankenpflegevereine mit insgesamt über 4.300 Mitgliedern sind Träger der Diakonie- und Sozialstation Ludwigsburg gGmbH. Der Geschäftsführer verwies darauf, dass außer in Grünbühl, das von der Pflegestation Stadtmitte versorgt wird, die Einrichtung in allen weiteren sechs Stadtteilen eigene Stationen unterhält. Woche für Woche erhalten rund 500 Bürgerinnen und Bürger häusliche Pflege und Versorgung.

Häufig würden die Tätigkeiten deutlich über Pflege hinaus gehen, berichtete Pflegedienstleiter Joachim Schiek. Engagement außerhalb der vergüteten Leistungen sei erforderlich. „Eine Reihe unserer Einsätze erfolgt nicht kostendeckend“, sagte der seit fast 10 Jahren in der Einrichtung tätige Pflegedienstleiter. Die Krankenpflegevereine greifen mit Mitgliedsbeiträgen und Spenden finanziell unter die Arme. Zuschüsse von Kirche oder Kommune erhält die Diakonie- und Sozialstation Ludwigsburg nicht. Magdalena Betz, stv. Pflegedienstleiterin, zeigte an Fallbeispielen das Spannungsfeld zwischen Patientenerwartungen und den wirtschaftlichen Rahmenbedingungen auf.
Die Inhalte der häuslichen Pflege waren dem Ersten Bürgermeister Seigfried nicht neu. Schon als Beigeordneter an seiner vorigen Stelle im nordrhein-westfälischen St. Augustin war er mit den sozialen Belangen der Kommune vertraut. Vom umfangreichen ehrenamtlichen Engagement zeigte er sich beeindruckt.

Die Einsatzleiterin der Nachbarschaftshilfe, Annette Hess, blickte auf die Anfänge der Nachbarschaftshilfe zurück. Im Jahr 2001 bildete sich an der Evangelischen Stadtkirche Ludwigsburg eine kleine Gruppe Ehrenamtlicher. In den folgenden Jahren schlossen sich der Nachbarschaftshilfe immer mehr Helferinnen und Helfer an. Über 70 Frauen und wenige Männer sind derzeit tätig, um für ältere Menschen Betreuungsdienste und hauswirtschaftliche Dienste zu leisten. Monatlich werden über 1.200 Einsatzstunden erbracht.

Der Bereichsleiter der Sozialpädagogischen Familienhilfe Erwin Burkhardt stellte seine Einrichtung vor. Rund 140 Familien erhalten im Auftrag des Kreisjugendamtes landkreisweit Erziehungshilfe von 25 Sozialpädagogen. 2 Kolleginnen seien in dem zu Jahresbeginn eingerichteten Inte-grationsfachdienst tätig.
Einen Blick in die Zukunft wagte Siegfried Schmid. Er stellte Pläne für einen beabsichtigten Neubau einer
Diakoniestation auf dem Gelände in der Karlstraße 24 vor.








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